mystisches LichtManche Bücher sind gute Begleiter durch das Leben.
Sie sind wie Fenster zur Wirklichkeit,
sind Mittel unserer Menschwerdung
und helfen, unser Bewusstsein zu vertiefen.

 

  • Willigis Jäger: Kontemplation – ein spiritueller Weg. Herder Verlag, Freiburg 2015
    Für Willigis Jäger, Benediktinermönch und Zen-Meister, ist Kontemplation Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. Nach seinem Verständnis kann „Kontemplation“ als ein mystischer Weg in der christlichen Tradition die unmittelbare Erfahrung des Seinsgrundes ermöglichen, der von Meister Eckhart „als Wesen jenseits aller Formen“ bezeichnet wird. Jägers Buch bietet nicht nur eine konkrete Anleitung zur Kontemplation, sondern darüber hinaus auch weiterreichende Einsichten in den mystischen Weg insgesamt.
  • Laurence Freeman: Jesus - Der Lehrer in dir. Aurum in J. Kamphausen Mediengruppe GmbH 2005
    Der englische Benediktiner hat mit diesem Buch ein überzeugendes Plädoyer für die innere Dimension des Glaubens, die Erfahrung einer eigenen Beziehung zum Göttlichen verfasst. "Das Buch ist ein brillianter Entwurf für eine heutige christliche Spiritualität und Kontemplation, theologisch sehr sauber, ins Zentrum der christlichen kontemplativen Erfahrung führend, zugleich ein umfassendes Gesamtbild für ein heutiges Welt- und Glaubensverständnis", so Bernardin Schellenberger in Publik‑Forum.
  • David Steindl-Rast: Fülle und Nichts: Von innen her zum Leben erwachen. Herder Verlag, Freiburg 2005
    Für David Steidl-Rast ist die wahrnehmende Erfahrung des Augenblicks ein kostbares Geschenk. Dabei ist die Dankbarkeit für ihn der Schlüssel zur mystischen Erfahrung im eigenen Herzen. „Wir alle sind Mystiker. Wir sind fähig zu Erfahrungen der Kommunion mit der letzten Wirklichkeit", sagt der Benediktinermönch, der die mystischen Traditionen des Christentums mit seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Zen-Buddhismus verbindet. Steindl-Rast, der viele Jahre in einem Kloster in den USA lebte, lebt heute im Europakloster Gut Aich in Österreich. Für sein Engagement im Dialog zwischen den Religionen erhielt er 1975 den „Martin Buber Award“.
  • Paul F. Knitter: Ohne Buddha wäre ich kein Christ. Herder Verlag, Freiburg 2012
    Klar und direkt beschreibt der amerikanische Theologe Paul F. Knitter nicht nur seine eigenen religiösen Fragen, Krisen, Einsichten: Dank seiner intensiven Kenntnis des Buddhismus denkt er neu und frisch über das Christentum und seine Kernvorstellungen nach. Mit großer Schärfe und Unterscheidungsgabe wahrt er dabei das genuin Christliche, das er aber durch sein Nachdenken über den Buddhismus in einem neuen, tieferen, überzeugenderen Licht zu sehen vermag. Das Buch ist eine lohnende, anspruchsvolle Lesekost für alle, die sich intensiver mit ihrem eigenen Glauben, aber auch dem der anderen auseinandersetzen wollen.
  • John Main: Das Herz der Stille. Einführung ins Herzensgebet. Claudius Verlag, München 2015
    John Main macht mit diesem Buch eine einfache christliche Meditationsform wieder zugänglich, die lange verschüttet war und die heute wichtiger denn je erscheint. Das Göttliche im eigenen Herzen zu entdecken, in der Stille dem Urgrund unseres Seins nahe zu kommen, öffnet uns für unsere Mitmenschen und Mitgeschöpfe. Der Benediktiner John Main schreibt geerdet und von einer authentischen Spiritualität durchdrungen, die nachhaltig beeindruckt und die einen Eindruck von einem lebendigen Christentum vermittelt.
  • Thomas Merton: Christliche Kontemplation: Ein radikaler Weg der Gottessuche. Claudius Verlag, München 2012
    Christliche Kontemplation war eines der zentralen Anliegen Thomas Mertons, um das er sich in seiner persönlichen, oft schmerzvollen und radikalen Gottessuche zeitlebens bemüht hat. Ein erstes Buch über Kontemplation veröffentlichte er bereits 1949. Die jetzt vorliegende stark erweiterte Fassung beschreibt ausführlich verschiedene Wege und zeigt, wie der Mensch trotz Widrigkeiten in die Kontemplation finden kann. Die Übersetzung von Bernardin Schellenberger – selbst langjähriges Mitglied des Trappistenordens wie Thomas Merton – ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der bedeutendsten Texte der neuzeitlichen Mystik.
  • Thomas Keating: Das Gebet der Sammlung: Einführung und Begleitung des kontemplativen Gebetes. Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2010
    Viele Menschen spüren, dass wir in unserer Zeit von Worten und Bilder überschüttet werden. Es fällt immer schwerer in die Stille zu finden, in der wir Gottes Gegenwart spüren können und die uns für den Alltag stärkt. Das Gebet der Sammlung führt in die Kontemplation und schafft Klarheit und eine neue Verbindung zu Gott. Der ehemalige Abt des Zisterzienserklosters St. Joseph in Spencer (USA) führt mit seinem Buch in das kontemplative Gebet ein und begleitet diesen Weg mit Hilfen und Anleitungen für die Praxis.
  • Franz Jalics: Kontemplative Exerzitien. Eine Einführung in die kontemplative Lebenshaltung und in das Jesusgebet. Echter Verlag, Würzburg 2009
    Der ungarische Jesuit, der viele Jahre als Theologieprofessor und Exerzitienmeister in Argentinien lebte, lebt heute in Gries in Oberfranken. Sein Buch beinhaltet die Quintessenz jahrzehntelanger Exerzitienarbeit. Es versteht sich u. a. als Leitfaden für Menschen, die Exerzitien allein machen möchten, weil sie aus unterschiedlichen Gründen keine entsprechenden Angebote wahrnehmen können. Es möchte Menschen vom Denken und Handeln zur Wahrnehmung führen, damit eine Ausrichtung auf das, was die Tradition ´Gott` nennt, mehr und mehr möglich wird.

Blume„Wenn wir durch Meditation inneren Frieden schaffen,
werden wir [auch] wertvoller für unsere Mitmenschen
und fördern zugleich den Frieden in der Welt.“

Hugo M. Enomyia-Lassalle (1898 -1990, Jesuit und Zen-Meister)

 

 

 

 

„Die Ros’ ist ohn’ Warum, sie blühet, weil sie blüht.
Sie acht’ nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie sieht.“

Aus: Angelus Silesius (1624-1677), Der Cherubinische Wandersmann - erschienen 1675